Produktionsstandards
Soziale Produktionsstandards in China
Zapf Creation steht für sichere und qualitativ hochwertige Spielwaren. Dafür sehen wir uns verantwortlich gegenüber unseren Kunden und Verbrauchern weltweit. Diese Verantwortung übertragen wir selbstverständlich auf die Art und Weise, wie unsere Produkte hergestellt werden. Unsere soziale Verantwortung als »Corporate Citizen« leben wir dementsprechend auch oder gerade unter dem Aspekt einer heute globalisierten Welt.
Partnerschaft und langfristiges Engagement - Unser Credo für die Sicherung von angemessenen Arbeitsbedingungen bei der Spielwarenproduktion
Alle Spielkonzepte von Zapf Creation verbindet ein hoher Anspruch an Qualität, Design und Spielwert. Um dies sicher zu stellen, arbeiten wir mit ausgesuchten, asiatischen Produzenten zusammen, mit denen uns oftmals eine langjährige, vertrauensvolle Geschäftsbeziehung verbindet. Die Zapf Creation AG führte bereits 1995 ihren eigenen Verhaltenskodex, einen so genannten »Code of Conduct (COC)« ein, der festlegt, welche sozialen Standards und Arbeitsschutzmaßnahmen von den Lieferanten einzuhalten sind.
Die Grundsätze der Arbeits- und Sozialstandards von Zapf Creation
Im Oktober 2002 stellte der Weltspielwarenverband (International Council of Toy Industries / ICTI) mit dem ICTI »Code of Business Practices« (COBP) einheitliche soziale Standards und ein System zur unabhängigen Überprüfung zur Verfügung, das in den Spielzeugfabriken der ganzen Welt Anwendung finden sollte. Der Weltspielwarenverband wurde 1974 gegründet und ist ein Handelsverband, der als gemeinnützige Gesellschaft die Interessen von derzeit 20 nationalen Spielwarenverbänden vertritt. Die Produkte seiner Mitgliedsländer decken die komplette Bandbreite an Spielwaren und spielzeugbezogener Handelsware ab.
Zapf Creation hat sich bereits im Oktober 2002 als eines der ersten deutschen Unternehmen verpflichtet, diesen Verhaltenskodex bei ihren Lieferanten zur Anwendung zu bringen.
Die Lieferanten durchlaufen einen Auditierungsprozess, bei dem folgende Grundsätze durch ein unabhängiges Zertifizierungsinstitut überprüft und zertifiziert werden:
| Hauptthemen | Grundsätze |
| Kinderarbeit | Keine Beschäftigung von Minderjährigen |
| Arbeitszeiten | Verbindliche Arbeitszeiten, zulässige Überstunden |
| Löhne | Angemessene Bezahlung, Überstundenausgleich, sonstige Sozialleistungen der Unternehmen |
| Diskriminierung | Keine Verweigerung der Arbeitsstelle aufgrund des Geschlechts, der ethischen Herkunft, der Religion oder der Zugehörigkeit zu einer Gesellschaftsklasse oder einer Interessenvertretung |
| Arbeitsbedingungen/ Arbeitsplatzsicherheit | Maßnahmen für ein angemessenes Arbeitsumfeld sowie die Einhaltung von Sicherheits- und Gesundheitsschutzstandards |
| Brandschutz | Notfallbeleuchtung und Fluchtausgänge, Evakuierungspläne inklusive reflektierenden Leitlinien am Boden, vierteljährliche Brandschutzübungen |
| Erste Hilfe | Erste Hilfe Ausrüstung in jedem Produktionsraum, geschultes Erste-Hilfe-Personal, örtliches Krankenhaus in der Nähe. |
| Produktionssicherheit | Sicherheitsausrüstungen für alle Maschinen, Sicherheitstrainings an den Maschinen, in Räumen mit chemischen Materialien Augenreinigungsstationen, regelmäßige Wartung der elektrischen Maschinen, Absauganlagen an den Arbeitsplätzen |
| Sicherheitsausrüstungen für Arbeiter | Bereitstellung von Schutzbrillen, Atemschutzmasken und Arbeitshandschuhen. |
| Soziale Standards | angemessene Unterbringung der Arbeiter, ordentliche und saubere Wohnräume, hygienische Küchen und Kantinen, saubere Toiletten- und Waschräume mit angemessenem Standard |
| Umweltschutz | Einhaltung von Umweltschutzgesetzen |
Zapf Creation forciert den Auditierungsprozess bei seinen Lieferanten
Zapf Creation arbeitet momentan mit 8 Key-Lieferanten in China zusammen. Darüber hinaus sind weitere Zuliefererunternehmen in den Produktionsprozess des Portfolios von Zapf Creation eingebunden.
Anfang März 2008 stellt sich die Umsetzung des ICTI Code of Business Practices für die Lieferanten von Zapf Creation wie folgt dar:
| 18 Lieferanten | ICTI-Zertifikate liegen vor |
| 4 Lieferanten | Auditierung ist positiv abgeschlossen, Zertifikate werden momentan ausgestellt |
| 5 Lieferanten | Erste Auditierung bzw. Re-Auditierung innerhalb der nächsten Wochen/Monate |
| 1 Lieferant | Befindet sich momentan in der Planungsphase |
Darüber hinaus wird durch den ICTI »Code of Business Practices« ein unabhängiges und regelmäßiges Monitoringverfahren gefordert:
- Die Audits werden durch unabhängige akkreditierte Prüfinstitute durchgeführt
- Es finden angemeldete und nicht angemeldete Werksbesichtigungen seitens der
Prüfinstitute statt - Die internen Unterlagen zu Produktion und Entlohnung werden überprüft
- Es werden Befragungen und anonyme Interviews mit Arbeitnehmern gemacht
- Weitere Kontrollen werden durch Mitarbeiter von Handelspartnern vorgenommen
Um die Bedeutung von sozialen Standards zu unterstreichen, ist Zapf Creation bemüht nur noch mit Lieferanten zusammenarbeiten, die den Verhaltenskodex des Weltspielwarenverbandes nachweislich umsetzen und dies durch ein Zertifikat eines externen, zugelassenen Prüfungsinstituts belegen können.
Noch einen Schritt weiter: Zapf Creation initiiert Projekte für mehr Eigenverantwortung und Mitsprache der Fabrikarbeiter
Oberstes Ziel von Zapf Creation ist es, bei seinen Lieferanten Sicherheit am Arbeitsplatz und Schutz vor gesundheitlichen Risiken zu erreichen. Deshalb startete die Zapf Creation AG im April 2002 als erstes Unternehmen der Spielwarenindustrie ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit einer relevanten lokalen Nichtregierungsorganisation (NGO) und einem Lieferanten, um Fabrikarbeiter über das Thema Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz aufzuklären und zu schulen. Diese Schulungen, die bis dahin ausschließlich bei Lieferanten in der Bekleidungsindustrie zum Einsatz kamen, können zu Recht als herausragender Erfolg in der Spielzeugindustrie bezeichnet werden. Das Pilotprojekt brachte erstmals Mitglieder einer Nichtregierungsorganisation, Hersteller, Fabrikmanager und -arbeiter an einen Tisch. Dies ermöglichte es, das Schulungsprogramm in gemeinsamer Partnerschaft voranzutreiben.
Ziel dieses Programms war es, Arbeiter auf mögliche gesundheitliche Risiken und Gefahrenquellen während des Produktionsprozesses aufmerksam zu machen und sie gezielt über Schutzmaßnahmen zu informieren. Darüber hinaus sollten die Fabrikmitarbeiter in die Lage versetzt werden, eigenständig Lösungsvorschläge für Risikosituationen finden zu können. Das Pilotprogramm konnte zum Jahresende 2002 erfolgreich abgeschlossen werden.
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